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82 Prozent der Deutschen sind gegen Rente mit 67
In der deutschen Bevölkerung herrscht große Unentschlossenheit in der Vorstellung, wie die Bundesregierung auf die längere Lebenserwartung und die daraus resultierenden Finanzprobleme der Rentenversicherung reagieren soll. Wie Renate Köcher, Chefin des Instituts für Demoskopie Allensbach, in einem Bericht für das Magazin «Wirtschaftswoche» schrieb, würden sich die Deutschen zwar mehrheitlich gegen ein höheres Rentenalter aussprechen, allerdings sei es höchst umstritten, wie der längere Rentenbezug finanziert werden soll.
Der Umfrage zufolge sprechen sich 82 Prozent der Deutschen gegen die Einführung der Rente mit 67 aus. Zudem halte lediglich ein Drittel der Befragten eine Anhebung der Rentenversicherungsbeiträge für geboten. Weiter schrieb Köcher in ihrem Bericht, es sei egal, ob eine weitere Anhebung des Rentenalters, höhere Rentenbeiträge, geringere Rentenzuwächse oder Steuererhöhungen zur Debatte gestellt würden - alle Maßnahmen seien von mehr als 60 Prozent abgelehnt und von maximal einem Fünftel unterstützt worden. Zwei Drittel der Bürger sprächen sich sogar nach ausdrücklichem Hinweis auf die Folgen des demografischen Wandels gegen geringere Rentensteigerungen und höhere Beiträge aus.
Die Linke machte sich hingegen dafür stark, die Bundestagswahl am 27. September zu einer Abstimmung über die Rente mit 67 zu machen. Volker Schneider, rentenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, bezeichnete die Rente mit 67 nicht nur als eine völlig unnötige Verlängerung der Lebensarbeitszeit um zwei Jahre, sondern als eine massive Kürzung der Renten von bis zu 14,4 Prozent. Weterhin nannte Schneider es ein «Märchen», dass ein längerer Rentenbezug nicht finanzierbar sei. Weiter sagte er, eine Rücknahme der Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre habe maximal einen Anstieg der Versicherungsbeiträge um 0,5 Prozentpunkte zur Folge - ab dem Jahr 2027. Zudem sei seinen Angaben nach der Anstieg paritätisch von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu tragen.
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