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Altersarmut in Deutschland
Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnt vor einer drohenden Altersarmut in Deutschland. Zur Zeit habe die letzte Rentner-Generation in den allermeisten Fällen noch ein auskömmliches Einkommen, sagte DGB-Chef Michael Sommer. Das wird sich allerdings schon in einigen Jahren deutlich anders verhalten. Nach einer am Montag in Magedeburg von der SPD veröffentlichten Studie ist mittelfristig mit eine starken Zunahme der Altersarmut in Ostdeutschland zu rechnen.
Wenn nichts unternommen wird, muss man in 15 Jahren von Millionen Rentnern ausgehen die von Sozialhilfe leben müssen. Die Altersarmut wird immer noch völlig unterschätzt, so Sommer weiter. Durch die aktuell beschlossene außerplanmäßig starke Rentenerhöhung wird der Kaufkraftverlust der Rentner nur geringfügig gelindert. Sommer forderte eine Debatte über den künftigen Kurs des Rentensystems. Der DGB Chef denkt dabei zum Beispiel an stärkere Steuerzuschüsse in das Rentensystem.
Aus der SPD Studie geht hervor, dass viele Rentner im Osten in naher Zukunft nur noch eine geringe Altersversorgung erhalten werden oder sogar auf die Grundsicherung im Alter angewiesen sein werden. Als Grund dafür wird die lange Arbeitslosigkeit oder das geringe Einkommen genannt, da Menschen hierdurch keine ausreichenden Versorgungsansprüche aufbauen können. Das Risiko der Altersarmut liegt für 2005 im Westen bei 12 Prozent und im Osten sogar schon bei 17 Prozent. Im Osten ist der Anteil von Personen, die in Haushalten lebten, die mindestens sechs Monate Arbeitslosengeld II bezogen haben mit 20 Prozent schon bald doppelt so hoch wie in westdeutschen Haushalten.
Irmingard Schewe-Gerigk, rentenpolitische Sprecherin der Grünen, machte den Vorschlag einen generellen Zuschlag zu den Rentenversicherungsbeiträgen von Geringverdienern aus Steuermitteln zu erheben, damit höhere Rentenanwartschaften entstehen. Gregor Gysi (Linke) sagte, dass seine Partei mit einer schnellen Rentenwertangleichung die bisherige Benachteiligung ostdeutscher Rentner überwinden will.
Es leben derzeit rund 20 Millionen Rentner in Deutschland. In den alten Bundesländern erhalten Senioren im Schnitt 691 Euro an gesetzlicher Rente, in den neuen Bundesländern sind es derzeit 821 Euro im Schnitt. Grund dafür ist die höhere Frauenerwerbstätigkeit im ehemaligen Osten
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