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Altersarmut – immer mehr ein Thema

23. Februar 2008 - Stichworte:

Nach Japan sind wir Deutschen diejenigen, die am allerwenigsten in ihr staatliches Rentensystem vertrauen. Eigentlich ist inzwischen jeder Zweite Deutsche davon überzeugt, dass er seinen Lebensstandard im Alter ein wenig herabsetzen muss. Angst vor Altersarmut wächst. Um diesen Zustand jedoch zu vermeiden, investieren rund 70 Prozent der Erwerbstätigen in eine private Altersvorsorge. Vor ein paar Jahren sah die Allgemeinheit noch den Staat in der Rolle des Hauptverantwortlichen für die Rente. Doch das hat sich mittlerweile komplett geändert. Jetzt steht die Eigenverantwortung der Altersversorgung an erster Stelle. Vergleicht man international, so steht Deutschland inzwischen an vierter Stelle in der privaten Vorsorge. Vor uns liegen nur noch die USA, Belgien und Kanada. In Frankreich sorgen nur 50% vor, in Japan sind es nur 39%.

Hier in Deutschland beginnt man durchschnittlich mit 31 Jahren mit der privaten Vorsorge. Im internationalen Vergleich ist das sehr früh. Allerdings sind die Sparbeträge meistens zu gering. Hier belegen wir im internationalen Vergleich nur einen mittelmäßigen Platz. Inzwischen denkt sogar jeder Dritte darüber nach, im Alter eine Nebentätigkeit aufzunehmen, um finanzielle Lücken so zu schließen. Momentan haben nur 11% der Rentner einen Nebenjob. In Japan denken sogar 77% darüber nach, einem Nebenjob im Alter nachzugehen. Das Renteneintrittsalter von 67 Jahren ist immer noch nicht richtig akzeptiert worden hier in Deutschland. Eigentlich würden die meisten wie eh und je mit 59 Jahren den Ruhestand beginnen. Die Mehrheit ist noch davon überzeugt, spätestens mit 64 in Rente gehen zu können.

Rund 40 Prozent wünschen sich, ihren Lebensabend im Ausland verbringen zu können. Befragt man jedoch die heutigen Rentner danach, würde nur ein Viertel im Ausland leben wollen.



Private Altersvorsorge Vergleich