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Altersteilzeit: Verhandlungen vorerst gescheitert

27. Juni 2008 - Stichworte:

Südwestmetall und IG Metall teilten am Freitag in Böblingen mit, dass die Verhandlungen über eine neue Altersteilzeit in der Metall - und Elektroindustrie gescheitert sind. Es gab kein Entgegenkommen der Arbeitgeber bei der Obergrenze für die Beschäftigten bei der Altersteilzeit pro Betrieb. Ein Pilotabschluss für die Branche in Baden-Württemberg ist damit nicht mehr möglich. In der siebten Verhandlungsrunde sollte eine Anschlussregelung für die noch bis Ende 2009 staatlich geförderte Altersteilzeit gefunden werden.

Der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksvorsitzende Jörg Hofmann sagte: „Wir sind heute letztendlich gescheitert an der wesentlichen Frage der IG Metall, wie wir einen Anspruch für alle Betriebe öffnen können“. Weiter betonte er: „Weiter streben wir eine Regelung dieser Frage noch vor der Entgeldrunde an. Das bedeutet, dass wir über eine Verschärfung des Konfliktes nachdenken.“ Ebenso hat IG-Metall-Chef Berthold Huber zum Wochenanfang angekündigt, dass bei einem Scheitern das Thema in die im Herbst anstehende Tarifrunde einbezogen werden wird, was ein „explosives Szenario“ sei.

Somit ist ein Pilotabschluss für die Branche mit bundesweit 3,4 Millionen Beschäftigten erstmal scheinbar weit in die Ferne gerückt. In der siebten Runde hatten die Tarifparteien eine für alle Tarifbezirke richtungsweisende Anschlussregelung für die noch bis Ende 2009 staatlich geförderte Altersteilzeit finden wollen.

Ob es doch noch eine Einigung gibt, ist derzeit nicht klar. Wie IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hoffmann sagte, will die Große Tarifkommission der baden-württembergischen IG Metall am Montag, darüber beraten wie man weiter vorgehen wird.



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