Navigation

Benutzeranmeldung

Bayerns Sozialministerin Haderthauer will Rentenentlastung für Eltern

10. März 2010 - Stichworte:

Für höhere Renten und niedrige Beiträge für Eltern hat sich Bayern Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) ausgesprochen. Sie schlug vor, dass der Rentenbeitrag eines Elternteils für jedes Kind bis zum zwölften Lebensjahr um 50 Euro monatlich gesenkt werden soll. Zudem sollen Eltern im Alter zusätzlich mehr Geld erhalten.

Wie die Passauer Neue Presse berichtet, möchte Haderthauer damit einen "Fehler Adenauers" ausgleichen, der damals gesagt habe, "Kinder bekommen die Leute immer". Deutschland liege heute mit einer Geburtenrate von 1,38 weit unter dem, was für eine langfristige Finanzierbarkeit des Rentensystems nötig sei, so das Blatt weiter.

Laut Haderthauer würden Familien derzeit einen doppelten Beitrag zur Umlageversicherung leisten - durch das Kind als zukünftigen Beitragszahler und durch ihren Rentenbeitrag. Finanziert werden müsse es wohl über höhere Rentenbeiträge der Kinderlosen, hieß es in dem Bericht weiter. Derzeit sei noch unklar, wie hoch der künftige Beitrag sein wird. Aber nach zwölf Jahren würden sich die zusätzlichen Kosten für die Entlastung der Eltern auf rund 5,5 Milliarden Euro jährlich summieren.

Verwirklichung Haderthauers Pläne noch unklar

Dieser Vorschlag sei nur gerecht, sagte Haderthauer: "Immerhin kostet das Aufziehen eines Kindes viel Geld - deutlich mehr als durch Kindergeld und Freibetrag erstattet werden", zitiert das Blatt die CSU-Ministerin. Ihrer Meinung nach würden Eltern mit jedem Kind einen "generativen Rentenbeitrag" leisten, der miteingerechnet werden solle.

Dass kinderlose Menschen wegen ihres Vorschlags ins Ausland abwandern könnten, hat Bayerns Sozialministerin offenbar nicht: Keiner würde seine Lebensentscheidung an ein paar Euro Rentenbeitrag ausrichten. "Außerdem müssten sie im Gegenzug auf ihre Rentenansprüche in Deutschland verzichten", sagte die CSU-Politikerin.

Der Passauer Neuen Presse zufolge sei noch unklar, ob und wenn ja wie die Vorschläge von Haderthauer verwirklicht werden. Der Ministerin zufolge sei das Ziel in den Koalitionsvertrag hineinverhandelt worden. Fürs Erste wolle sie aber "eine gesellschaftspolitische Grundsatzdiskussion" anstoßen. Später sei laut Haderthauer eine Umsetzung im Zuge der Rentenreform oder über eine Bundesratsinitiative denkbar, berichtet das Blatt weiter.



Totaler Schwachsinn

Die Frau Haderthauer wird sich noch wundern, wieviele kinderlose Singles sich ins Ausland absetzen, wenn dieser idiotische Vorschlag verwirklicht wird. Es sind ja jetzt schon genug Leistungsträger, die nach dem Studium abhauen, weil sie in Ö oder in der Schweiz nicht so geschröpft werden wie hier in D.

Ich kann das Gejammere der Brüterfraktion jedenfalls schon nicht mehr hören. Wofür gibt denn der Steuerzahler jedes Jahr unglaublich viel Geld aus? Doch wohl für die lieben Familien.

Und bevor jetzt jemand schreit, typisch Kinderlose, ich habe einen mittlerweile erwachsenen Sohn, der gerade sein Informatikstudium erfolgreich beendet hat. Nachdem er gesehen hat, was ihm von seinem Gehalt hier noch übrig bleibt, bemüht er sich jetzt um einen Job im Ausland. Mich macht das nicht glücklich, aber soll ich ihn vielleicht dazu ermuntern, sich krumm und lahm zu schuften, damit Leute gehätschelt werden, die sorglos Kinder in die Welt setzen und nie auch nur ans Arbeiten gedacht haben? Neee, soweit kommts noch.

Der obige Kommentar ist

Der obige Kommentar ist nicht zuende gedacht und geht auch am Thema vorbei! Es geht nicht um Steuern, sondern um das Rentensystem. Und das ist ganz offensichtlich ungerecht, denn die einen erziehen unter Verzicht auf Erwerbsfähigkeit und mit vielen Kosten die zukünftigen Beitragszahler, während sich andere in dieser Zeit die Ansprüche auf eine spätere Rente erwerben. Eltern sind im heutigen Rentensystem, dessen Ursprünge ja sehr sehr weit zurückgehen, in doppelter Hinsicht die Dummen! Die Vorstellung, dass sich die Kinder später um ihre Eltern kümmern werden, ist genauso antiquiert wie das Rentensystem selbst. Der Vorschlag von Fr. Haderthauer behandelt eine grundlegende Ungerechtigkeit und ist meines Erachtens längst überfällig!

Private Altersvorsorge Vergleich