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Beitragsplus bei gesetzlicher Rentenversicherung

16. April 2009 - Stichworte:

Noch hat die Finanzkrise die gesetzliche Rentenversicherung nicht erreicht. Trotz steigender Arbeitslosenzahlen konnte sie im ersten Quartal 2009 ihre Beitragseinnahmen um 2,2% gegenüber dem Vorjahr erhöhen. Demnach wurden in den ersten drei Monaten des Jahres rund 37,74 Milliarden Euro in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt.

Der Anstieg ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Zum einen lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsquote trotz Krise Anfang 2009 noch über der von 2008. Für die derzeit in Kurzarbeit Beschäftigten zahlen Arbeitgeber und Arbeitsamt weiterhin Rentenbeiträge, die nur leicht gekürzt sind. Außerdem wird für arbeitslose Bürger, die Arbeitslosengeld I beziehen der volle Rentenbeitrag (19,9%) auf der Basis von 80% des letzten Einkommens gezahlt.

Völlig unbeeinflusst von der Krise wird die Rentenversicherung allerdings in Zukunft nicht bleiben, da sich die konjunkturelle Entwicklung üblicherweise immer mit 1-2 Jahren Verspätung auf die Rentenversicherung auswirkt. Auch ein Sprecher von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz warnte vor langfristigen Voraussagen und verwies auf die Unberechenbarkeit der Wirtschaftskrise. Alexander Gunkel, Vorstandsvorsitzender der Rentenversicherung rechnet 2010 mit Auswirkungen auf die Rentenversicherung. Dann wird die Zahl der Beschäftigten deutlich zurückgehen und die Zahl der Hartz-IV-Empfänger steigen. Für letztere wird ein pauschaler Rentenbeitrag von 40 Euro pro Monat gezahlt.



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