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DGB-Kampagne "Rente muss zum Leben reichen"

30. Januar 2009 - Stichworte:

Am 3. Februar startet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine Kampagne zur Alterssicherung in Deutschland mit dem Titel "Rente muss zum Leben reichen". Das ist heutzutage bei weitem nicht immer der Fall, viele Renter müssen Grundsicherung beantragen: Im Jahr 2007 war dies bei 2,4% aller Menschen über 65 Jahre, das sind knapp 400.000 Bürger, der Fall.

Seit 2004 ist die Rente um 8,5% zurückgegangen, DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach spricht sogar von einem Rentenrückgang von bis zu 25%. Buntenbach rechnet damit, dass der Durchschnittsverdiener mit durchgängiger Erwerbsbiographie in Zukunft die Ausnahme darstellen wird und dass gerade Frauen von Altersarmut betroffen sind. Wie hoch die zukünftigen Rentenzahlungen ausfallen ist auch von dem derzeit sinkenden Lohnniveau abhängig. Nach Angaben des DGB steigt gleichzeitig der Anteil nicht versicherungspflichtiger Arbeitsverhältnisse. Buntenbach bezeichnet Altersarmut als "Folge politischer Fehlentscheidungen und der ‚Geiz-ist-geil-Mentalität' der Arbeitgeberseite".
Ausgehend vom Einkommensniveau könnten in Zukunft bis zu 30% aller Rentner Anspruch auf Grundsicherung haben, befürchtet Buntenbach.

Im Rahmen der Kampagne fordert der DGB deshalb die Weiterentwicklung der Gesetzlichen Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung, die Durchsetzung von Mindestlöhnen, eine bessere Absicherung für die Rente bei Langzeitarbeitslosigkeit und geringen Einkommen, besseren Schutz bei Erwerbsminderung und die Rücknahme der Rente mit 67. Dazu sollen in Bochum, Hannover, Leipzig und Mannheim Regionalkonferenzen stattfinden, im gesamten Bundesgebiet sind weitere Veranstaltungen geplant.



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