Themen
Neue Forenthemen
Navigation
Benutzeranmeldung
DGB und Sozialverbände warnen: Welle von Altersarmut durch Rente mit 67
Vor einem beispiellosen Ausmaß der Altersarmut als Folge der Rente mit 67 Jahren warnen die Sozialverbände und der DGB. Annelie Buntenbach vom Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes sagte am Donnerstag in Berlin: „Die Rente mit 67 wird uns eine Welle von Altersarmut bringen, wie wir sie bisher nicht gekannt haben.“
Nach Angaben der Sozialverbände gingen 2007 nur noch 18 Prozent der Arbeitnehmer aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung regulär in Rente. Der Präsident des Sozialverbandes Deutschland (SoVD), Adolf Bauer, betonte: Das sei eine „verschwindende Minderheit“. Immer öfter müssten Beschäftigte, die nicht die Chance auf ein Erwerbsleben bis 67 hätten, von Hartz IV leben und somit ihre Ersparnisse für das Alter aufbrauchen. Die Lücke zwischen dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben und dem Renteneintritt werde die Rente mit 67 für viele Menschen weiter vergrößern.
In Berlin stellten Annelie Buntenbach, Adolf Bauer sowie der Präsident des Sozialverbandes „Volkssolidarität“, Gunnar Winkler eine Studie des „Netzwerkes für eine gerechte Rente“ vor, in der die Folgen und Rahmenbedingungen der „Rente mit 67“ untersucht wurden. Bei „Netzwerk für eine gerechte Rente“ handelt es sich um ein Bündnis von Gewerkschaften und Sozialverbänden. Die Bundesregierung wurde von Buntenbach, Bauer und Winkler aufgefordert, ein Zukunftsprogramm gegen Altersarmut zu beschließen anstatt einer Anhebung des Renteneintrittsalters. „Netzwerk für eine gerechte Rente“ fordert unter anderem eine Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
