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Die Riester-Rente muss sich beweisen

Der Druck auf die Riester-Rente als Altersvorsorge nimmt weiter zu. Immer weniger Verbraucher entscheiden sich mittlerweile dazu, eine solche Versicherung abzuschließen.

Zusehends muss das Produkt selbst unter Beweis stellen, dass es um einiges besser ist als der bisherige Ruf. Im vergangenen Jahr haben immerhin nur noch 610.000 Kunden die Riester-Renten-Versicherung abgeschlossen. Dabei eignen sich die Versicherungen laut Informationen von http://www.versicherung-online.net/Riester-Rente-412 für eine breite Zielgruppe.

Das Neugeschäft hat zuletzt einen massiven Rückgang hinnehmen müssen. Es ist um mehr als ein Drittel eingebrochen. Nach Einschätzungen von Markus Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Allianz Leben, sind dafür vor allem negative Presseberichte verantwortlich. In jüngster Vergangenheit wurde immer wieder Kritik an der Versicherung und dieser Form der Altersvorsorge geübt. Nach Einschätzungen des Allianz-Managers sind die Verbraucher aufgrund der niedrigen Zinsen aber nicht zurückhaltender geworden. Laut Faulhaber kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass dieses Modell bereits an seine natürliche Grenze gestoßen sei.

Wie andere Produkte leiden aber auch die Riester-Angebote zusehends unter der Lage am Kapitalmarkt. Die Versicherer schrieben ihren Riester-Kunden im letzten Jahr auf die Policen lediglich noch einen Sparanteil von 3,56 Prozent gut. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung, die von der Ratingagentur Assekurata vorgenommen wurde. Die Versicherer haben jedoch über das letzte Jahrzehnt hinweg immer noch bessere Renditen erzielen können als die Anbieter von alternativen Angeboten wie den Riester-Fonds.

Von den Versicherern wird ein Großteil der Beiträge, sowie Zahlungen in festverzinsliche Anlagen gesteckt. Damit sind sie in den Entwicklungen von eventuellen Aktiencrashs nicht so stark betroffen. Ob diese Entwicklung auch in den kommenden Jahren erhalten bleiben wird, lässt sich allerdings nicht sagen. Der Druck auf die Anbieter wächst dabei desto mehr, umso länger die Niedrigzinsphase anhält. Neben Banksparplänen sind davon auch Fondssparpläne und fondgebundene Riester-Versicherungen in unterschiedlichem Ausmaß betroffen.

Laut einem Bericht der FAZ kommen in einem aktuellen Test vor allem die Direktversicherer gut weg. Mittlerweile sind beinahe 70 Prozent aller Riester-Verträge, die abgeschlossen werden, Versicherungen. Die Bundesregierung hat im Rahmen mehrerer Schritte seit Einführung der Riester-Produkte, die im Jahr 2002 erfolgte, die Garantieverzinsung nach unten korrigiert. Betroffen sind davon vor allem neue Verträge, bei denen die garantierten Renten mittlerweile meist nur noch halb so hoch sind wie beispielsweise noch vor einem Jahrzehnt. Ein Ausgleich ist zum Teil durch entsprechende Überschussbeteiligungen möglich. Deren Höhe ist jedoch immer variabel. Aktuell können die Versicherer bei den Riester-Verträgen noch von den Zinsversprechen von lang laufenden Papieren profitieren. Mittlerweile beginnen sie aber auch damit, ihre Papiere umzuschichten und höhere Risiken einzugehen.



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