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Empörung über 20 Millionen Euro Rente für Zumwinkel

16. März 2009 - Stichworte:

Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel hat bei Politikern und Seniorenverbänden mit der Auszahlung seiner Pension in Höhe von rund 20 Millionen Euro Empörung ausgelöst. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer bezeichnete es als "absoluten Skandal", dass sich Zumwinkel die Taschen vollstopfe, während die kleinen Leute auf Gehalt verzichten müssen. Seehofer rate allen Unternehmen dringend, Manager-Arbeitsverträge so zu gestalten, dass "verurteilte Straftäter nicht im Nachhinein noch Kasse machen können", heißt es bei RP-Online.

Auch SPD-Generalsekretär Hubertus Heil erklärte gegenüber der "Bild am Sonntag" Zumwinkels Verhalten für eine "Unverschämtheit gegenüber allen in unserem Land, die hart arbeiten, ehrlich Steuern zahlen und sich an die Regeln halten". Auch Heil sprach sich dafür aus, die Bestimmungen für Manager-Gehälter zu verschärfen. FDP-Generalsekretär Dirk Niebel kann nach eigener Aussage die Empörung verstehen, denn nicht alles, was legal sein mag, sei auch legitim.

Carin Hinsinger, Vizepräsidentin des Sozialverbandes VdK, kritisiert Zumwinkel scharf und bezeichnet die Millionen-Auszahlung an Zumwinkel als "Schlag ins Gesicht" für "20 Millionen Rentner, die sich teilweise in Nebenjobs noch etwas dazu verdienen müssen".

Zumwinkel selbst kann die Empörung nicht verstehen. Er erklärte, dass sein Arbeitsvertrag die Option vorgesehen habe, seine Rente frühzeitig auszubezahlen - ein ganz normaler Vorgang bei der Post - und er sei nicht der Einzige, der davon Gebrauch mache.



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