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Frauen profitieren stärker von der Rentenversicherung als Männer

08. September 2008 - Stichworte:

Aus den Berechnungen der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen und Jasmin Häcker geht hervor, dass Frauen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung und ihrer durchschnittlich geringeren Erwerbsbeteiligung in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung die "Rendite-Gewinner" sind.

Demnach zahlen Frauen pro Jahr durchschnittlich 1000 Euro weniger in die Rentenversicherung ein als Männer. Die Folge: Sie erhalten deutlich niedrigere Renten als Männer - dafür aber länger. Außerdem erhalten Frauen deutlich häufiger als Männer zusätzlich eine Hinterbliebenenversorgung, die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Frauen leben im Durchschnitt länger und sind häufig mit einem älteren Partner verheiratet. Ein Beispiel: Während die Beiträge einer Frau Jahrgang 1940 im Durchschnitt mit rund 3,5% "verzinst" werden, sind es bei einem Mann des gleichen Jahrgangs gerade mal 1,5%. Allerdings müssen sich die nachfolgenden Jahrgänge - und hier beide Geschlechter - auf eine niedrigere Rendite einstellen, die für Frauen des Jahrgangs 1970 mit prognostizierten 1,5% trotzdem noch höher liegt als für Männer (voraussichtlich 0,2%).

Bernd Raffelhüschen, Leiter des Institut Generationenverträge der Universität Freiburg, erstellt regelmäßig sogenannte Generationenbilanzen.



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