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Frauen profitieren stärker von der Rentenversicherung als Männer
Aus den Berechnungen der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen und Jasmin Häcker geht hervor, dass Frauen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung und ihrer durchschnittlich geringeren Erwerbsbeteiligung in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung die "Rendite-Gewinner" sind.
Demnach zahlen Frauen pro Jahr durchschnittlich 1000 Euro weniger in die Rentenversicherung ein als Männer. Die Folge: Sie erhalten deutlich niedrigere Renten als Männer - dafür aber länger. Außerdem erhalten Frauen deutlich häufiger als Männer zusätzlich eine Hinterbliebenenversorgung, die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Frauen leben im Durchschnitt länger und sind häufig mit einem älteren Partner verheiratet. Ein Beispiel: Während die Beiträge einer Frau Jahrgang 1940 im Durchschnitt mit rund 3,5% "verzinst" werden, sind es bei einem Mann des gleichen Jahrgangs gerade mal 1,5%. Allerdings müssen sich die nachfolgenden Jahrgänge - und hier beide Geschlechter - auf eine niedrigere Rendite einstellen, die für Frauen des Jahrgangs 1970 mit prognostizierten 1,5% trotzdem noch höher liegt als für Männer (voraussichtlich 0,2%).
Bernd Raffelhüschen, Leiter des Institut Generationenverträge der Universität Freiburg, erstellt regelmäßig sogenannte Generationenbilanzen.
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