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Geringverdiener: FDP fordert mehr Anreize zur Altersvorsorge

20. Januar 2008 - Stichworte:

Seitens der FDP-Fraktion im Bundestag wurden mehr Anreize zur Altersvorsorge für Geringverdiener gefordert. Wie der FDP-Rentenexperte Heinrich Kolb deutlich machte, macht eine Altersvorsorge für Menschen, die im Rentenalter absehbar auf die Grundsicherung angewiesen sein werden, keinen Sinn. Kolb greift damit das gleiche Thema auf, dass in den letzten Tagen in Verbindung mit der Riester-Rente heftig diskutiert und kritisiert wurde.

Kolb sagte weiter, dass die Tatsache, dass die private Altersvorsorge mit der Grundsicherung verrechnet werde, den Fehlanreiz schaffe, ganz auf eine private Absicherung zu verzichten. Kolb machte deutlich, dass jemand, der einen Riester-Vertrag abschließe im Alter mehr zur Verfügung haben müsse, als jemand, der sich allein auf den Staat verlasse. Kolb fordert daher, dass Bezieher einer Grundsicherung daher monatlich einen Betrag bis zu 100 Euro aus der Vorsorge als Freibetrag vorab behalten können sollten.

Ralf Brauksiepe Arbeitsmarktexperte von der CDU wies die Kritik der FDP zurück. Warnungen vor dem Abschluss eines Riester-Rentenvertrages hielt er „völlig fehl am Platz“. Seitens der Bundesregierung sei die Altersvorsorge durch erhebliche Zuschüsse sämtlicher Säulen attraktiv gestaltet worden.

Der SPD Bundestagsabgeordnete Gregor Amann von der SPD forderte im Zusammenhang mit der entstandenen Diskussion die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns. Er unterstrich seine Forderung mit der Einschätzung, dass höhere Löhne auch zu höheren Rentenansprüchen führen.

Seitens der Grünen wurde eine höhere Bewertung der Rentenbeiträge von Geringverdienern gefordert. Der Fraktionschef der Partei „Die Linke“ Gregor Gysi fang deutliche Worte in Richtung der Bundesregierung und warf dieser „Anlagebetrug“ vor. Seiner Meinung nach seine Geringverdiener in der Frage getäuscht worden.



Private Altersvorsorge Vergleich