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Geringverdiener sind die Verlierer der privaten Altersvorsorge

05. Januar 2008 - Stichworte:

Geringverdienern fällt es zunehmend schwerer eine Rente über dem Grundsicherungsniveau (derzeit durchschnittlich 620 Euro im Monat) zu erzielen, so muss jemand mindestens 35 Jahre bei einem monatlichen Bruttolohn von 1850 Euro arbeiten, um eine Rente zu bekommen, die über dem Niveau der Sozialhilfe liegt.

Seit Jahren weist die Regierung auf die Wichtigkeit der privaten Altersvorsorge hin, die sich gerade für Geringverdiener auszahlen müsste. Doch tatsächlich ist die Investition in die private Altersvorsorge für viele Geringverdiener ein schlechtes Geschäft, da diese vollständig mit der Grundsicherung verrechnet wird, d.h. die Einnahmen aus z.B. einem Riester-Vertrag werden von der Grundsicherung abgezogen, so dass ein Geringverdiener, der privat vorgesorgt hat, letztlich nicht mehr Geld zur Verfügung hat als derjenige, der nichts zusätzlich eingezahlt hat.

FDP-Bundestagsabgeordneter Jörg Rohde bezeichnet dies als gewaltige Gerechtigkeitslücke, die dafür sorgt, dass Geringverdiener keinen Anreiz für eine private Altersvorsorge mehr haben. Deshalb machte die FDP-Fraktion im Bundestag den Vorschlag, die ersten 100 Euro aus dem Riester-Vertrag o.ä. nicht mit der Grundsicherung zu verrechnen und darüber hinausgehende Alterseinkünfte bis zu 20% nicht anzurechnen.

Auch Bert Rürup, Vorsitzender des Sachverständigenrates, sieht die Geringverdiener als Verlierer der Rentenreform und fordert Korrekturen in Form von einer steuerfinanzierten Mindestrente.



Private Altersvorsorge Vergleich