Navigation

Benutzeranmeldung

Haderthauer will Kindererziehung auf Rente anrechnen

22. April 2012 - Stichworte:

Die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) fordert in der "Leipziger Volkszeitung", dass Kindererziehung bei der Berechnung der Rente berücksichtigt werden soll. Die Rentenhöhe soll ihrer Ansicht nach von der gesamten Lebensleistung abhängig gemacht werden, d.h. "Familienarbeit muss genauso wie Erwerbstätigkeit in die Rente einfließen".

Haderthauer fordert, dass sowohl die Kindererziehung als auch die Pflege von Angehörigen mit der Erwerbstätigkeit gleichgestellt wird. Bislang wird die Erziehung von Kindern nur bis zu drei Jahr pro Kind auf die Rente angerechnet.

Wie die "Leipziger Volkszeitung" in ihrer Montagsausgabe berichtet, bezieht sich die Ministerin mit ihrer Forderung auf die von Bundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) geplante Zuschussrente. Diese soll dafür sorgen, dass Geringverdiener nicht im Ruhestand auf Hartz IV angewiesen sind, obwohl sie lange gearbeitet und privat für ihr Alter vorgesorgt haben. Die Pläne sind nach Meinung Haderthauers im Ansatz richtig, aber sie müssten stärker differenzieren und zielgenauer werden.

Von der Leyen hatte erst kürzlich gegenüber der "Rheinischen Post" erklärt, dass sie für eine bessere Anerkennung der Kindererziehungszeiten in der Rente offen sei, sobald die Finanzen gesichert sind. Aktuell sei eine stufenweise Anhebung im Gespräch, die im Anfangsjahr Kosten von 100 Millionen Euro verursachen und dann moderat steigen würde. Sie selbst hält es für ungerecht, dass Frauen, die ihr Leben für die Erziehung ihrer Kinder geopfert haben, selbst im Alter aber nur eine sehr niedrige Rente erhalten. Ob die Lebensleistung dieser Frauen sich auch in der Rente widerspiegelt, müsse thematisiert und diskutiert werden, so dir Ministerin.



Private Altersvorsorge Vergleich