Kein Rücktritt von Müntefering

08. Oktober 2007 - Stichworte:

Der Streit in der SPD und insbesondere zwischen Kurt Beck und Franz Müntefering geht weiter und es ist kein Ende in Sicht. Nachdem jetzt sogar Gerüchte um einen möglichen Rücktritt von Müntefering laut wurden, gab es prompt ein Dementi eines Sprechers Münteferings.

Auslöser der laufenden Diskussion und Streitigkeiten ist die Ablehnung der von Beck geforderten Verlängerung des Arbeitslosengeld I für ältere Arbeitnehmer. Zwischenzeitlich findet der Vorschlag von Beck immer größere Zustimmung und Müntefering steht mit seiner Haltung mehr und mehr allein da. Der SPD-Minister verteidigt vehement die mit der Agenda 2010 festgelegten Maßnahmen.

Die Haltung von Müntefering stößt bei vielen führenden Politikern auf wenig Verständnis und erleichter die Position damit sicherlich nicht. Experten gehen davon aus, dass der Vorschlag von Beck auf dem Parteitag der SPD im Herbst mit großer Zustimmung angenommen wird. Damit dürfte das Leben für Müntefering in der SPD auch in Zukunft nicht leichter werden und die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Auch für die Entwicklung der Renten und die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre spielt das Thema längeres Arbeitslosengeld I für ältere Arbeitnehmer eine wesentliche Rolle, da eine Anhebung des Rentenbeginnalters nur dann Sinn macht, wenn ältere Arbeitnehmer auch einen Job haben und damit in die Rentenkasse einzahlen.



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