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Kritik an Zuzahlungen bei Krankenkassen

05. April 2009 - Stichworte:

Ein Dauerbrenner der immer wieder für Ärger sorgt, die Zuzahlungen bei den gesetzlichen Krankenkassen. Nun meldete sich der Leiter des Instituts für Gesundheits-System-Forschung (IGSF), Fritz Beske zu Wort.

Beske kritisierte, dass die Zuzahlungsregelungen in Deutschland viel zu kompliziert und zudem noch einmalig in Europa seien. Beske geht davon aus, dass durch die Auseinandersetzungen über die Zuzahlungen das Verhältnis zwischen Arzt und Patient getrübt werden könnten. Der IGSF-Leiter fordert nun klare, einfache und überschaubare Regelungen bei den Zuzahlungen, da diese den Komplikationen entgegenwirken und außerdem auch den Abbau von Bürokratie fördern würden.

Zum Beispiel fordert der Gesundheitsexperte die Aufhebung der derzeitigen Praxisgebühr. Die 10 Euro sollten laut Beske erst bei dem vierten Besuch in einem Quartal fällig werden. Somit könne man problemlos die derzeitigen Regelungen für die Härtefälle abwenden, so der Experte. Im Gegenzug sollten Ärzte vom Patienten pro Hausbesuch zehn Euro erhalten.

Ferner schlägt Beske für künstliche Befruchtungen eine Drittelung der Kosten zwischen Krankenkassen, Staat und den betroffenen Paaren vor; diese Einzelregelung liefe auf geringere Kosten für die Patienten hinaus als heute.

Das „klare Konzept“ jedoch, das Beske stattdessen verlangt, hätte für Kranke den großen Nachteil, dass sie für ihre Versorgung weit tiefer in die Tasche greifen müssten als bisher.

Der Vorschlag des Fritz Beske Instituts läuft auf einen tief greifenden Umbau der Krankenversicherung hinaus. Demnach sollen die Krankenkassen nur noch die „Grundversorgung“ übernehmen, Zusatzleistungen müssten Patienten dann selbst zahlen. Das Institut begründet dies mit den steigenden Gesundheitskosten.

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