Themen
Neue Forenthemen
Navigation
Benutzeranmeldung
Mangelnde Transparenz bei privaten Rentenversicherungen
Wie die „Süddeutsche“ berichtete, nahm das Versicherungsanalysehaus Map-Report verschiedene Anbieter zur privaten Rentenversicherung unter die Lupe. Da es sich heutzutage bei mehr als der Hälfte aller neu abgeschlossenen Verträge um private Rentenpolicen handelt, wurden die Auszahlungen der Gesellschaften von Map-Report untersucht.
Doch gerade beim Verkaufsschlager private Rentenversicherung mangelt es den Ergebnissen nach an Transparenz. Der Chef des Map-Report, Manfred Poweleit äußerte in der „Süddeutschen“, dass „viele Verbraucher die Katze im Sack kaufen“, da es aufgrund der schlechten Datenlage kaum möglich sei, langfristige Leistungsunterschiede aller Anbieter vergleichen zu können. Nur wenige Unternehmen lieferten genügend Daten, um diesen Vergleich zu ermöglichen.
Zur privaten Rentenversicherung gibt es zwei Varianten: Einmal die aufgeschobene Rentenversicherung, bei der der Kunde regelmäßig einen Beitrag einzahlt, welches angespart und später als Rente ausgezahlt wird und der sofort beginnenden Rentenversicherung, bei der der Kunde eine feste Summe auf einmal überweist, woraus er dann eine Rente bezieht. Wie aus dem Bericht der „Süddeutschen“ hervorgeht, untersuchten die Map-Report Experten die Variante der aufgeschobenen Rentenversicherung.
Dazu gingen die Experten von folgender Annahme aus: Ein Mann, 43, Nichtraucher, zahlt 20 Jahre lang monatlich 100 Euro ein. Er bekommt vom 1. Januar 2009 an eine Rente. Doch anstatt einer monatlichen Auszahlung wählt er eine Kapitalabfindung, bei der die Summe vom Versicherer auf einmal ausgezahlt wird. „Diese Kapitalabfindung ist bei Lebensversicherern sogar gern gesehen, denn der Versicherer entledigt sich damit des Risikos, dass der Privatrentner länger lebt als vorgesehen“, so Poweleit. Aus einer Tabelle geht hervor, wie viel die Versicherungsunternehmen auszahlen. Die Spitze nimmt hier der Anbieter Volkswohl Bund mit 45.683 Euro ein, gefolgt von LV 1871 und Provinzial NordWest, die im Durchschnitt 42.163 Euro auszahlten. Ein wirklich transparenter Vergleich ist nach Aussagen der Map-Report-Experten jedoch schwierig, da Daten namhafter Anbieter - wie etwa die Debeka, die erst 1993 die Rentenversicherung in ihr Programm aufgenommen hat – fehlen.
Werden die Auszahlungen mit den Ablaufleistungen kapitalbildender Lebensversicherungen verglichen, so liegt die durchschnittliche Rentenabfindung 1.442 Euro darüber. Allerdings erst seit 1990, da bis dahin Sparer, die von 1970 bis 1990 monatlich 100 Euro einbezahlten, am Ende rund 1000 Euro weniger bekamen als Lebensversicherungskunden. Zu diesem Vergleich, der sich für die Map-Report-Experten noch schwieriger gestaltete, erhielten sie gerade einmal von acht Anbietern Daten über Rentenzahlungen mitgeteilt.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Angebot zur privaten Altersvorsorge anfordern:
