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Miese Rendite bei der Rentenversicherung

Einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) nach wirft die gesetzliche Rentenversicherung immer weniger Rendite ab. Ein "durchschnittlicher Rentner" der im Jahr 1950 geboren wurde konnte in 1970 noch eine reale Rendite von mehr als fünf Prozent erwarten. Heute sind das mal gerade noch knapp zwei Prozent, dass stellte der Wissenschaftler Adrian Ottnad bei der Präsentation der Studie für das bankenfinanzierte Institut klar. Aber noch schlimmer, seiner Ansicht nach geht die Tendenz gegen null.

Nach Einschätzung des Wirtschaftsweisen Bert Rürup bleibt die Rendite aber langfristig positiv. Rürup sagte am Montag: "Nach den jüngsten Rentenreformen werden sich dei Beitragsrenditen in der Rentenversicherung zwar verringern, bleiben aber auch künftig positiv".

Die Deutsche Rentenversicherung hat der Studie eigene Berechnungen gegenüber gestellt. Nach Ansicht der deutschen Rentenversicherung liegt die Rendite für die Rentenzugänge des Jahres 2008 für ledige Männer bei rund 3,5 Prozent. Bei Frauen sowie verheirateten Männer liegt diese bei rund 4,1 Prozent.
Betrachtet man die Rentenzugänge der Jahre 2020, 2030 und 2040, so sollen sich hier nach Ansicht der deutschen Rentenversicherung beinahe identische Renditen von rund 2,8 Prozent für ledige Männer und 3,3 Prozent für Frauen und verheiratete Männer ergeben, womit 30 bis 50-jährige Versicherte weitgehend gleich behandelt würden. Die Berechnungen werden von der Rentenversicherung vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung unterstützt.

Die gesetzliche Rentenkasse DRV bemängelte an der Studie, dass sie „methodische Schwächen“ aufweise. So ignoriere die DIA, dass die Rentenversicherung ein Leben lang zahle, unabhängig vom während der Erwerbsphase eingezahlten Betrag. Bei Kapitalmarktprodukten wie Anleihen oder Fonds werde indes nur so lange gezahlt, „wie Vermögen vorhanden ist“.



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