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Neue Welle von Frühverrentung droht
Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) will Kurzarbeit attraktiver machen und das Kurzarbeitergeld von 18 auf 24 Monate verlängern. Die von den Arbeitgebern zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge für die ausgefallene Arbeit soll nach ein paar Monaten Kurzarbeit voll erstattet werden. Diese Entlastung begrüßt auch Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt grundsätzlich, aber im Blick auf die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes warnt er vor einem Missbrauch und einer neuen Welle von Frühverrentung, so die "Welt am Sonntag".
Laut dem Bericht gibt es in Gewerkschaftskreisen bereits Überlegungen, die Kurzarbeit als Übergang zum Vorruhestand zu nutzen. So würden ältere Arbeitnehmer drei Jahre vor ihrer Rente vom Staat finanziert werden (2 Jahre Kurzarbeit + 1 Jahr Arbeitslosigkeit). Rals Braukesiepe, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der CDU betonte, dass dies ausdrücklich nicht beabsichtigt sei und Max Straubinger (CDU) erklärte, dass man solchen Missbrauchsversuchen einen Riegel vorschieben werde.
Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Linken, sieht in der Verlängerung des Kurzarbeitergeldes dagegen nur einen Tropfen auf den heißen Stein. Ein Entlassungsverbot für Unternehmen, die Staatshilfe beantragen oder Profit machen, ist seiner Ansicht nach wirksamer gegen die drohenden Massenentlassungen.
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