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Niedrige Rente für Ostdeutsche

14. April 2008 - Stichworte:

In der aktuellen Diskussion um die Zunahme der Altersarmut in Deutschland kommt ein besonderer Bereich den zukünftigen Rentnern aus Ostdeutschland zu. So wird die Altersarmut laut DGB im generell in ca. 15 Jahren ein kritisches Niveau erreicht haben, die Zukunft vieler Ostbürger sieht aber schon eher nicht sehr rosig aus. So wird das Versorgungsniveau im Osten nur auf einem sehr niedrigen Level sein, wie jetzt eine bekannte Zeitung titelte.

Viele Rentner werden auf Sozialleistungen angewiesen sein, da Sie trotz Arbeit entweder ein zu niedriges Einkommen erwirtschaftet haben oder lange arbeitslos waren. Speziell Hartz IV Empfänger trifft es aufgrund der besonders niedrigen Bezüge härter. Hinzu kommt, dass ein Großteil der ostdeutschen Bevölkerung noch keine oder zu niedrige Zusatzversorgungen hätte, auch weil dies erst nach der Wende so konkret möglich war.
Hintergrund dieser Aussagen ist eine Analyse, die der Finanzminister von Sachsen-Anhalt, Bullerjahn, jetzt veröffentlichen Lies. Gemeinsam mit dem Sozialminister von Mecklenburg-Vorpommern wurde diese Studie verfasst.

Die aktuelle Rentengeneration hat es hier im Osten ein wenig besser, da durch die fortwährende Beschäftigung in der DDR ungeschmälerte Beitragszeiten angerechnet worden sind. Hier können sich die aktuellen ostdeutschen Rentner darauf stützen. Vor allem für Frauen trifft dieser Fakt zu, denn Sie haben im Osten meist gearbeitet während die Frauen im Westen die Familie versorgt haben. Nun macht sich dies bemerkbar – viele Ostfrauen haben mehr Geld in der Tasche als Ihre Westkolleginnen.

Allerdings macht sich nun auch die nach der Wende höhere Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland in Kombination mit einem bis heute währenden niedrigen Lohnniveau bemerkbar. So ist der Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge oft kaum zu stemmen, da einfach das verfügbare Einkommen fehlt.

So sieht der Bericht ein Sinken der durchschnittlichen Bezüge in der Rente für Frauen und Männer. Während 1942 bis 1946 geborene Männer im Schnitt 967 Euro erhielten, würde dieser Betrag bei 1957 bis 1961 geborenen nur noch bei 820 Euro loslegen. Für Frauen ist der Rückgang von 820 auf 690 Euro beschrieben. In Angesicht der Inflation und kaum steigenden Zahlungen eine Katastrophe.



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