Private Krankenversicherung: Keiner will den PKV-Basistarif

08. September 2009 - Stichworte:

PKV-Basistarif wird nur wenig genutzt. Nur 9800 Versicherte im Basistarif zum 01. Juli 2009. Die Erwartungen lagen komplett anders

Zum Jahresbeginn 2009 wurde für die private Krankenversicherung (PKV) der sogenannte Basistarif eingeführt. Zunächst wurde davon ausgegangen, dass der Zulauf in den PKV-Basistarif sehr groß sein wird, so stellt sich jetzt heraus, das scheinbar genau das Gegenteil der Fall ist.

Wie aus einer Meldung der Montagsausgabe der Zeitung „Der Tagesspiegel“ hervorgeht, wurde der Basistarif für die private Krankenversicherung (PKV) bei den drei größten privaten Krankenversicherungen Debeka, Allianz und DKV nur 3306 Mal in Anspruch genommen. Die Zeitung bezieht sich bei diesen Zahlen auf eine eigens durchgeführte Umfrage. Auch bei den übrigen Anbietern, die eine private Krankenversicherung (PKV) im Angebot haben sieht es dem Bericht zufolge nicht anders aus.

Der Verband der privaten Krankenversicherungen (PKV) verzeichnete zum Stichtag 01. Juli 2009 gerade einmal 9800 Versicherte im PKV-Basistarif. Der Basistarif für die private Krankenversicherung (PKV) wurde im Zuge der Gesundheitsreform zum Jahresbeginn eingeführt. Der monatliche Prämienbeitrag für den PKV-Basistarif liegt bei rund 570 Euro.

Die Leistungen des Tarifes orientieren sich an denen der gesetzlichen Krankenversicherung. Durch den Basistarif für die private Krankenversicherung soll bislang nicht versicherten die Rückkehr in die private Krankenversicherung ermöglicht werden. Eine private Krankenversicherung (PKV) darf keinen Antragssteller für den PKV Basistarif ablehnen und es erfolgt auch keine Gesundheitsprüfung. Für Versicherungsnehmer, die aus einer gesetzlichen Krankenversicherung kommen oder bereits PKV versichert sind ist der Basistarif aber offensichtlich wenig interessant.



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