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Rente: Besonders Frauen sorgen sich um Altersarmut
Nur noch wenige Beitragszahler glauben heute an die Sicherheit der gesetzlichen Rente. Trotzdem schätzt nur die Minderheit die kritische Lage richtig ein. Experten gehen aktuell davon aus, dass die Altersarmut in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Vor allem Frauen sollen nach Expertenaussagen künftig von der Armut im Alter betroffen sein.
Die Gewerkschaft IG Metall erklärte vor wenigen Tagen, dass schon heute überwiegend Frauen von der Altersarmut betroffen sind. Diese Situation soll sich in den kommenden Jahren verschärfen. Dadurch werden auch immer mehr Frauen bei der eigenen Alterssicherung vom Einkommen des Ehemanns abhängig sein.
Barbara Riedmüller, die als Professorin für Sozialpolitik an der Freien Universität Berlin tätig ist, sieht die Gründe jedoch nicht allein am Arbeitsmarkt. Gegenüber Medien nannte sie die Familie als Hauptgrund für die Altersarmut bei Frauen. So bekommen nach Aussagen von Riedmüller 10 Prozent der Frauen Kinder in nichtehelichen Lebensgemeinschaften. Auch die wachsenden Scheidungsraten fördern den Anstieg der Altersarmut bei Frauen.
Achim Backendorf vom Sozialverband VdK Deutschland nannte zudem das sinkende Rentenniveau als wichtigen Grund. Damit die eigene Rente über dem Sozialhilfeniveau liegt, muss man mittlerweile mindestens 28 Jahre gearbeitet und Beiträge eingezahlt haben, die in Höhe des Durchschnittsverdienstes sind. Derzeit liegt die Sozialhilfe für Alleinstehende bei rund 670 Euro.
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