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Rente mit 67 umstrittenes Thema bei der SPD

09. August 2010 - Stichworte:

Obwohl die SPD die Rente mit 67 in der Großen Koalition mitbestimmt hat, zeichnet sich nun teilweise eine Abkehr von der Erhöhung des Rentenalters bei den Sozialdemokraten ab. Medienberichten zufolge hat sich SPD-Parteichef Sigmar Gabriel am Wochenende klar gegen die Einführung der Rente mit 67 ausgesprochen, wenn die Quote der Erwerbstätigen bei den über 60-Jährigen auf so geringem Stand bleibt wie es heutzutage der Fall ist.

Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, stellt dieser neue Kurs der SPD-Spitze offenar einen Kompromiss zwischen den Gegnern und den Befürwortern der Rente mit 67 dar: An der Notwendigkeit des höheren Renteneintrittsalters werde festgehalten, umsetzbar sei dies jedoch ausschließlich im Falle besserer Arbeitsbedingungen.

"Solange es uns nicht gelingt, tatsächlich den Anteil derjenigen zu erhöhen, die zwischen 60 und 64 arbeiten, können Sie die Rente mit 67 nicht einführen, weil es de facto nichts anderes ist als eine Rentenkürzung", zitiert die "Welt" Gabriel unter Berufung auf den "Bericht aus Berlin" der ARD. Darin verwies der SPD-Parteichef auf die niedrige Erwerbsquote bei den über 60-Jährigen: Aktuell seien nur 23 Prozent der Männer und 14 Prozent der Frauen über das 60. Lebensjahr hinaus in Vollzeit berufstätig.

Dass die Einführung der Rente mit 67 zurückgenommen werden solle, lehnte Gabriel dem Zeitungsbericht zufolge ab. Er sprach sich jedoch für Maßnahmen am Arbeitsmarkt aus, die es ermöglichen, dass mehr Menschen länger arbeiten können. Auch "flexible Übergangsmöglichkeiten" sollten geschaffen werden, so die "Welt". Kranken oder eingeschränkt Erwerbsfähigen solle der Zugang zur Erwerbsminderungsrente erleichtert werden, hieß es im Bericht der "Welt" weiter.



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