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Rentenkasse wegen guter Konjunktur prall gefüllt

Die Rentenkasse ist so gut gefüllt wie seit Jahren nicht mehr, verdanken ist dies der guten Konjunktur. Berechnungen nach, ist in der Rentenkasse Ende 2007 eine Rücklage von 11,5 Milliarden Euro zu erwarten. Damit sind 1,8 Milliarden Euro mehr in der Kasse als noch Ende 2006, das teilte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung, Alexander Gunkel heute in Würzburg mit.

Die rund 20 Millionen Rentner können dadurch bedingt allerdings Mitte nächsten Jahres trotzdem nur mit einer rund einprozentigen Erhöhung ihrer Bezüge rechnen. Beitragssenkungen sollen auch frühestens 2011 möglich sein. Die Rücklage entspricht laut Gunkel zum Jahreswechsel ca. 0,7 Monatsausgaben. Die erforderliche Mindest-Rücklage von 20 Prozent einer Monatsausgabe wird damit um 8,3 Milliarden Euro überschritten.

Eine Beitragssenkung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber dürfen erst gesenkt werden, wenn das Polster auf 24 Milliarden Euro angewachsen ist, so schreibt es das Gesetz vor. Wenn man Gunkel glauben schenken darf, wird dieses nach bisherigen Berechnungen 2010 der Fall sein. Dann könnte für das Folgejahr der Beitragssatz für Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf 19,4 Prozent reduziert werden. Erst Anfang 2007 wurde der Satz von 19,5 auf 19,9 Prozent angehoben.

Gunkel weicht nicht von seiner der Einschätzung vom Oktober ab, damals sagte er dass die Altersbezüge zum Juli nächsten Jahres in den neuen Bundesländern um 1,03 Prozent und in den alten Bundesländern um 1,13 Prozent steigen können. Arbeitsminister Franz Müntefering redete sogar von einer noch geringeren Anpassung der Renten.



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