Rentenversicherer warnen: Es drohen höhere Beiträge

16. November 2009 - Stichworte:

Aufgrund der Rentenerhöhung, die die schwarz-rote Koalition im Frühjahr dieses Jahres beschlossen hat, wird die Rentenkasse mit acht Milliarden Euro belastet. Werde diese Summe nicht in den kommenden Jahren durch Kürzungen oder Nullrunden ausgeglichen, könnten langfristig Beitragssteigerungen auf deutlich mehr als 20 Prozent drohen, wie die Zeitung "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Kreise der Deutschen Rentenversicherung (DRV) berichtete.

Weiter meldete die Zeitung, die Rentenversicherung müsste ohne eine Verrechnung den Beitragssatz von aktuell 19,9 auf 20,7 Prozent im Jahr 2016 anheben. Sollte nun auch die Rente mit 67 gestrichen werden, wofür sich die SPD stark machen will, müsste der Beitragssatz noch um weitere 0,5 Prozentpunkte angehoben werden. Damit käme man auf einen Beitragssatz von 21,2 Prozent, einem neuen Höchststand. Der bisher höchste Wert betrug in den Jahren 1997 und 1998 20,3 Prozent.

Noch im Frühjahr hatte die große Koalition den so genannten Riester-Faktor, der den Rentenanstieg abbremst, für zwei Jahre außer Kraft gesetzt. Union und SPD gaben den Rentnern außerdem eine Rentengarantie, um mögliche Kürzungen zu vermeiden. Da für das laufende Jahr in Deutschland ein Lohnrückgang um 0,5 Prozent prognostiziert wird, hätten die Renten nach bisherigen Regeln wegen des Riester-Faktors in Westdeutschland um 1,8 und im Osten um 2,8 Prozent abgesenkt werden müssen.



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