Rentenversicherungschef plädiert für mehr Schutz vor Altersarmut

24. August 2009 - Stichworte:

Herbert Rische, Chef der Deutschen Rentenversicherung, hat sich für mehr Unterstützung für Menschen mit geringem Einkommen ausgesprochen. Gegenüber der "Rheinischen Post" (Ausgabe von 21.08.09) sagte Rische, dass man sich um die Gruppe der Geringverdiener besonders kümmern müsse. Dazu zählten Geringverdiener, Erwerbsgeminderte, Langzeitarbeitslose und nicht anderweitig abgesicherte Selbstständige.

Im Interview sagte der Chef der Deutschen Rentenversicherung weiter, häufig könnten Menschen, die im Niedriglohnsektor arbeiten, nicht zusätzlich privat fürs Alter vorsorgen. Wenn über die Höhe eines Mindestlohns diskutiert werde, müsse daran gedacht werden, dass auch für die Altersrücklage etwas übrig bleibt.

Handlungsbedarf sieht Rische auch bei den Langzeitarbeitslosen. Jedes Jahr würden sie einen monatlichen Rentenanspruch von 2,17 Euro erwerben. Rische sagte gegenüber dem Blatt: «Wenn für sie höhere Beiträge gezahlt würden, wäre die Gefahr, dass sie im Alter in die Grundsicherung fallen, geringer.»

Weiter hob der Chef der Deutschen Rentenversicherung hervor, dass ein Arbeitnehmer knapp 25 Jahre Beiträge von einem Durchschnittsverdienst von 31.000 Euro jährlich zahlen müsste, um bei der gesetzlichen Rente über dem Niveau der Grundsicherung zu liegen.



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