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Rische: Frühestens 2010 wirkt sich Krise auf Rente aus
Nach Einschätzung des Präsidenten der Deutschen Rentenversicherung Bund, Herbert Rische, wird sich die aktuelle Wirtschafts- und Finanzkrise frühestens 2010 spürbar auf die Finanzsituation der Rentenversicherung auswirken. Gegenüber der "Passauer Neuen Presse" erklärte Rische, dass die Rentenversicherung die Krise noch gut abfedern könne, da die Bundesagentur derzeit für Arbeitslose 80% der vorherigen Rentenbeiträge zahlt. Deshalb erwarte er, dass sich eine negative Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt frühestens im nächsten Jahr auf die Einnahmen der Rentenversicherung auswirkt.
Rische betonte, dass nur die Nachhaltigkeitsrücklage, die aktuell rund 16 Milliarden Euro beträgt, auf dem Kapitalmarkt angelegt werde und auch nur dort, wo sie durch Einlagensicherungen geschützt ist. Damit seien die von der Rentenversicherung verwalteten Gelder sicher.
Es gebe allerdings politischen Handlungsbedarf im Kampf gegen die drohende Altersarmut. Aufgrund der niedrigen Beiträge, die für Hartz IV-Empfänger bezahlt werden, steigt deren Rentenanspruch um 2,17 Euro pro Jahr. Rische fordert hier Nachbesserungen. Um die Gefahr von Altersarmut bei Selbstständigen einzuschränken, plädiert er für jene Selbstständigen, die nicht über berufsständische Versorgungssysteme abgesichert sind, eine Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung.
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