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Sorge um Rente für Selbständige
Immer mehr Menschen machen sich in Deutschland selbständig, was den Politikern und Verbänden aus Gründen der sozialen Absicherung zunehmend mehr Sorgen bereitet. Schätzungsweise gibt es derzeit hierzulande 2-3 Millionen Selbständige, die nicht obligatorisch versichert sind. Insbesondere die Gruppe der so genannten Solo-Selbständigen (d.h. Selbständige ohne weitere Angestellte) trägt ein hohes Risiko für Altersarmut, da sie in der Regel über keine berufsständische Absicherung verfügen und meist nur unregelmäßige und geringe Einkommen haben. In diese Gruppe fallen ca. 50% aller Selbständigen.
Wie Bert Rürup, Vorsitzender des Sozialbeirats der Rentenversicherung bestätigte, arbeitet der Beirat, der sich aus Experten, Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammensetzt, mit einem Sonderkapitel an dieser Problematik und wird sein Gutachten diese Woche dem Bundesarbeitsminister übergeben.
Gewerkschaften und Rentenversicherung fordern eine Ausweitung der gesetzlichen Rentenversicherung auf alle Erwerbstätigen, auch auf Selbständige und haben ein entsprechendes Konzept entwickelt. Während die SPD diesen Vorschlag unterstützt, stehen Union und Arbeitgeber ihm eher skeptisch gegenüber. Alexander Gunkel, Mitglied der Geschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hält eine allgemeine Erwerbstätigenversicherung zwar für finanziell attraktiv, aber seiner Meinung nach sollte das System der Altersvorsorge nicht noch mehr auf die gesetzliche Rentenversicherung ausgerichtet sein.
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