SPD Schreiner ist gegen die Erhöhung des Renteneintrittsalters

18. April 2008 - Stichworte:

Für alle Menschen, die unter die Neuregelung des Renteneintrittsalters fallen ist diese Regelung oft ein Graus. So soll man nach der aktuellen Regelung statt bis 65 jetzt bis zum stattlichen Alter von 67 Jahren voll arbeiten. Ottmar Schreiner, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in der SPD will dagegen jetzt ankämpfen. Die Diskussion um die Rente mit 67 flammt also erneut auf. Die meisten Menschen in Deutschland wissen bereits, dass Ihr Lebensstandard im Alter durch die gesetzlichen Renten kaum mehr gehalten werden kann. So bedeutet auch der spätere Eintritt in die Rente keine Verbesserung. Schreiner selbst sieht dies gar drastisch als Rentenkürzung und hat damit nicht ganz Unrecht.

Richtig ist, dass schon heute ältere Arbeitnehmer kaum noch Arbeit finden und nicht selten weit vor dem 65. Lebensjahr in gekürzte Frührente übergehen oder von HartzIV leben müssen. Die Armut im Alter wird auch schon dadurch größer. Eine Verstärkung sieht die AfA außerdem in dem Effekt, dass das Eintrittsalter angehoben wird. Als „dramatisch schlecht“ bezeichnet Schreiner die jetzige Lage der Rentner.

Der AfA Bundeskongress in Kassel macht schon jetzt durch große Namen von sich reden. So sind DGB Chef Michael Sommer, Bundesarbeitsminister Olaf Scholz und Kurt Beck als Redner anwesend. Sicher denken jetzt einige Leser, das dies eine sehr politische Wahlkampfveranstaltung werden könnte, doch genau dort setzt Schreiner an und bekräftigt, dass Taten entscheidender wären als eine ewig lange Personaldebatte. Er sieht die Kernpunkte des Kongresses in der Diskussion um den Mindestlohn und damit die Ausweitung des Arbeitnehmerentsendegesetzes. Der von Köhler vorgeschlagenen Agenda 2020 steht er äußerte skeptisch gegenüber.



Angebot zur privaten Altersvorsorge anfordern: