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Studie zeigt: Größte Sorge ist die Rente
Heute wurden neue Ergebnisse einer Jenaer Dauerstudie im Landtag vorgestellt. In Thüringen ist die Botschaft angekommen, dass zusätzlich für das Alter privat vorgesorgt werden muss. Die Studie ergab, dass rund 75 Prozent der erwerbsfähigen Einwohner Thüringens sich nicht mehr allein auf die staatliche Rente verlassen. Nur wenige der für den aktuellen Thüringen-Monitor Befragten gaben an, dass sie immer noch auf die alleinige staatliche Rente vertrauen. Zwei Drittel der Befragten, die ihre finanzielle Lage selbst als schlecht angaben, betreiben eine private Altersvorsorge.
Die Abwanderung junger Thüringer wird momentan als größtes gesellschaftliches Problem wahrgenommen, noch vor der Arbeitslosigkeit. 66 Prozent der Befragten glauben, dass die Sicherung der Renten in zehn Jahren die meisten Sorgen machen wird, gefolgt von Abwanderung, Arbeitslosigkeit und den Problemen der Gesundheitsversorgung. Die Studie machte deutlich, dass Frauen für die Zukunft mehr Probleme sehen als Männer.
Der Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) wird heute im Landtag zum Thüringen-Monitor, den Wissenschaftler der Uni Jena seit dem Jahr 2000 regelmäßig erstellen, eine Regierungserklärung abgeben. Die Haltungen in der Bevölkerung zu ökonomischen Fragen sind ein Schwerpunkt des diesjährigen Monitors.
Die Jenaer Wissenschaftler beobachteten eine problematische Entwicklung bei der Bewertung, ob man einen gerechten Anteil vom „Kuchen“ (gesellschaftlicher Reichtum) bekommt. Dabei kam heraus, dass jeder Sechste findet, er erhalte sehr viel weniger, als ihm zusteht; fast jeder Zweite gab ab, es sei „etwas weniger“. Die Unzufriedenheit der Thüringer Bevölkerung ist somit von 54 Prozent im Jahr 2004 auf 62 Prozent angewachsen. Rund 62 Prozent sehen in ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Entwicklung seit 1990 keine Fortschritte und sogar 85 Prozent glauben nicht an Gerechtigkeit in der Gesellschaft, was sich auch auf die Beurteilung der deutschen Einheit durchschlägt.
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